Selbsthingabe

Spirituelle Selbsthingabe – Hingabe an das Göttliche - kann niemals erzwungen werden. Sie bedeutet ein Hineinwachsen in die Fülle des Göttlichen – in jedem Teil unseres Wesens. Sri Chinmoy gibt eine Reihe höchst interessanter Antworten.

 

Fragen

Was bedeutet spirituelle Selbsthingabe?

Sri Chinmoy:
Die heutige Welt will Individualität. Sie verlangt Freiheit. Aber wahre Individualität und Freiheit können nur im Göttlichen atmen. Selbsthingabe ist der nie ermüdende Atem der Seele im Herzen Gottes.
Menschliche Individualität ruft im Dunkeln. Irdische Freiheit schreit auf in den Wüsten des Lebens. Doch absolute Selbsthingabe singt überall von göttlicher Individualität und Freiheit im Schoße des Supreme.
In der Selbsthingabe entdecken wir die spirituelle Kraft, durch die wir nicht nur die Seher, sondern auch die Besitzer der Wahrheit werden können. Diese Wahrheit ist die allmächtige Kraft. Wenn wir uns in absoluter Stille selbst hingeben können, dann werden wir zur Wirklichkeit des Wirklichen, zum Leben des Lebenden, zum Zentrum wahrer Liebe, wahren Friedens und wahrer Glückseligkeit. Wir werden zu einem unvergleichlichen Segen für uns selbst.
Ein liebliches Kind erweckt unsere Aufmerksamkeit. Wir lieben es, weil es unser Herz erobert. Aber verlangen wir dafür etwas von ihm? Nein! Wir lieben es, weil es der Gegenstand unserer Liebe ist; es ist liebenswert. Auf dieselbe Art und Weise können und sollten wir Gott lieben, da Er das liebenswerteste Wesen ist. Spontane Liebe zum Göttlichen ist Selbsthingabe, und diese Selbsthingabe ist das größte Geschenk im Leben. Denn wenn wir uns selbst hingeben, gibt uns das Göttliche im Handumdrehen unendlich viel mehr, als wir je erbitten würden.
Selbsthingabe ist ein spirituelles Wunder. Sie lehrt uns, Gott mit geschlossenen Augen zu sehen, mit geschlossenem Mund zu Ihm zu sprechen. Angst dringt nur dann in unser Wesen ein, wenn wir unsere Selbsthingabe vom Absoluten zurückziehen.
Selbsthingabe ist eine Entfaltung. Sie ist die Entfaltung unseres Körpers, Verstandes und Herzens in die Sonne göttlicher Fülle in uns. Selbsthingabe an diese innere Sonne ist der größte Triumph des Lebens. Der Jagdhund des Fehlschlags kann uns nicht erreichen, wenn wir in dieser Sonne sind. Der Prinz des Bösen kann uns nicht berühren, wenn wir unser Einssein mit dieser ewig Leben spendenden Sonne verwirklicht und begründet haben.
Selbsthingabe und Herzensfülle spielen gemeinsam, essen gemeinsam und schlafen gemeinsam. Ihnen gehört die Krone des Sieges. Berechnung und Zweifel spielen gemeinsam, essen gemeinsam und schlafen gemeinsam. Ihnen gehört das Schicksal, welches zur Enttäuschung verdammt, zum Fehlschlag bestimmt ist.
Unsere Selbsthingabe ist etwas äußerst Kostbares. Gott allein verdient sie. Wir können unsere Selbsthingabe einem anderen Menschen darbringen, aber nur in der Absicht, Gott zu verwirklichen. Wenn dieser Mensch sein Ziel erreicht hat, kann er uns auf unserer spirituellen Reise helfen. Wenn wir uns jedoch jemandem geben, nur um ihn zufrieden zu stellen, dann begehen wir einen himalayischen Fehler. Was wir tun sollten ist, uns vorbehaltlos dem Herrn in ihm zu geben.
Jede unserer Handlungen sollte darauf zielen, Gott zu gefallen, und nicht, Beifall zu ernten. Unsere Handlungen sind zu geheim und geheiligt, als dass sie vor anderen zur Schau gestellt werden sollten. Sie sind für unseren eigenen Fortschritt, unsere eigene Errungenschaft und unsere eigene Verwirklichung.

Könntest du bitte etwas über die Notwendigkeit der Selbsthingabe erzählen?

Sri Chinmoy:
In unserem spirituellen Leben kommt eine Zeit, wo wir erkennen, dass wir nicht mit dem zufrieden sind, was wir haben, sei es materieller Reichtum oder spiritueller Reichtum, oder mit dem, was wir sind. Zu diesem Zeitpunkt sind wir bereit für die Selbsthingabe. Wie übt man Selbsthingabe? Es ist sehr leicht. Wenn wir die Notwendigkeit für Selbsthingabe fühlen, kommen automatisch die Mittel. Wenn wir das intensive Bedürfnis nach Selbsthingabe spüren, wenn wir den inneren Drang der Seele fühlen, wenn sich unser ganzes Wesen Gottes Willen hingeben will, dann werden wir automatisch mehr als die notwendige Fähigkeit und Versicherung, Mitleid und Licht von oben und von innen erhalten. Wenn wir uns selbst hingeben, dann leeren wir all unsere Unreinheit in Gott, und Er ersetzt sie durch Seine Reinheit und Seine Göttlichkeit.
Selbsthingabe an Gottes Willen hängt ganz und gar von unserer Notwendigkeit ab. Wenn wir fühlen, dass unser Leben bedeutungslos ist, dass wir nicht zufrieden oder erfüllt sein werden, ohne dass wir unser irdisches Dasein Gottes Willen hingeben, dann wird Selbsthingabe für uns möglich.
Gott kann uns niemals zur Selbsthingabe zwingen; wir sind es, die die Notwendigkeit fühlen müssen, in jeder Sekunde Gott zu lieben und uns Gott zu ergeben. Wir beginnen mit Liebe. Selbst im gewöhnlichen Leben ist es so, dass wir unser Leben und unser ganzes Wesen gerne einem anderen Menschen hingeben, wenn wir ihn lieben. Im spirituellen Leben ist es genauso - wenn wir Gott, der reines Licht und unendliche Weisheit ist, wirklich lieben, dann müssen wir uns Ihm ergeben. Liebe und Ergebenheit müssen daher immer Hand in Hand gehen.
Wenn wir uns Gott ergeben, haben wir vielleicht einen bestimmten Ehrgeiz oder ein Verlangen nach einem persönlichen Weg, die Wahrheit zu erlangen. Manche mögen zum Supreme sagen: „Ich tue das für Dich; ich habe Dir mein ganzes Leben geweiht und erwarte, dass Du mir etwas dafür gibst.“ Das ist recht natürlich, aber vom höchsten spirituellen Standpunkt aus ist es falsch. Andere werden sagen: „Ich werde Gott geben, was ich habe und was ich bin. Wenn Gott mich nicht mag oder nicht will, dann gibt Er mir vielleicht nichts; das liegt bei Ihm. Meine Pflicht ist es, Ihm mit dem zu dienen, was ich habe und was ich bin. Seine Pflicht ist es, mir zu geben oder nicht zu geben, mich zu gebrauchen oder nicht zu gebrauchen.“ Ein wahrer Sucher wird versuchen, Gott auf Gottes eigene Weise zu gefallen.
Spirituelle Selbsthingabe ist unser absolutes Einssein mit unserem eigenen höchsten Teil, mit dem Supreme. Wir überantworten uns niemand anderem als uns selbst. Nein! Wenn unser Meister vor uns steht und sich verbeugt, vor wem verbeugt er sich dann? Er verbeugt sich vor dem Supreme in uns. Und wenn wir uns mit gefalteten Händen vor dem Meister verbeugen, verbeugen wir uns vor dem Supreme in ihm. Sein Höchstes und unser Höchstes können niemals zwei verschiedene Dinge sein; sie sind ein und dasselbe.
Unser Pfad der Liebe, Ergebenheit und Selbsthingabe wird uns zum selben Ziel führen wie der Pfad des jnana, der Erkenntnis. Aber wir fühlen, dass der Pfad der Liebe leichter ist. Allein das Wort „Gott“ erobert unser Herz, nicht weil Gott unendliche Kraft besitzt, sondern weil Gott reine Liebe ist. Gott ist der Mächtigste auf Erden. Aber unsere menschliche Natur ist so schwach, dass wir nicht fähig sein werden, uns Ihm zu nähern, wenn wir uns auf Gott als unendliche Kraft konzentrieren. Wenn wir „Gott“ sagen und augenblicklich fühlen, dass Er reine Liebe, unendliche Liebe ist, dann liegen wir richtig; Seine Liebe ist Seine Kraft. Wenn wir uns Gott durch Liebe nähern, ist das der leichteste und schnellste Weg.

Wie können wir Selbsthingabe an den Supreme entwickeln?

Sri Chinmoy:
Nehmen wir einmal an, dass du als Kind, als du drei Jahre alt warst, stets auf deine Mutter gehört hast. Vielleicht hörst du jetzt nicht immer auf sie; aber als du ein Kind warst, gab es viele Gelegenheiten, wo dich deine Mutter bat, etwas zu tun oder etwas nicht zu tun. Hast du damals einen Fehler gemacht, als du auf sie hörtest? Nein. Deine Mutter bat dich, das Feuer nicht zu berühren, und du hast ihr geglaubt. Wenn du das Feuer berührt hättest, hätte es deine Hand verbrannt. Aber weil du gehorsam warst und dem Willen deiner Mutter ergeben, hast du dich nicht verbrannt.
Dieselbe Art von Glauben brauchst du im spirituellen Leben. Du musst fühlen, dass dich dein spiritueller Meister, genau wie deine Mutter, nicht enttäuschen oder irreführen wird. Du bist im Augenblick im spirituellen Leben ein Kind, ein Baby. Dein spiritueller Meister wird dich nicht irreführen; dein Innerer Führer wird dich nicht irreführen, nein! Selbsthingabe kommt nur, wenn man an jemanden glaubt, wenn man an diese Person mehr glaubt als an sich selbst.
Du kannst auch ein Kind werden, indem du verlernst. Unwissenheit und Dunkelheit haben dich vieles gelehrt, was du jetzt verlernen musst. Ein Kind weiß praktisch nichts; es weiß nur, wie es seine Mutter und seinen Vater liebt, und das ist für das Kind mehr als genug. Jeder muss Dinge verlernen, die sein Verstand ihn gelehrt hat. Wenn wir beten, wenn wir meditieren, sollten wir uns daher als erstes von Zweifel, Misstrauen und anderen negativen Eigenschaften befreien.
Wenn du deine Eltern zufrieden stellst, wenn sie dich etwas zu tun bitten, dann werden sie dir sofort geben, was du willst, wenn du sie um Geld oder andere materielle Hilfe bittest. Sie werden es dir geben, weil sie viel mehr Geld besitzen als du, weil sie viel mehr Fähigkeiten in den verschiedensten Bereichen haben. Doch wenn du sie nicht zufrieden stellst, dann werden sie dir gar nichts geben.
Wenn ein Kind mit einem Zehn-Cent-Stück, das es auf der Straße gefunden hat, zu seinem Vater gelaufen kommt, sagt es: „Schau Vater, ich habe zehn Cent gefunden!“ Der Vater ist so glücklich, weil sein Kind zu ihm gekommen ist. Der einzige Besitz, der einzige Reichtum des Kindes sind zehn Cent. Mit diesen zehn Cent hätte es in einen Laden gehen und Bonbons kaufen oder sie auf andere Weise verwenden können, aber das hat es nicht getan. Stattdessen lief es mit dieser kleinen Münze heim zu seinem Vater. Natürlich ist der Vater erfreut und gibt dem Kind für die zehn Cent ein Fünfzig-Cent-Stück oder einen Dollar.
Im spirituellen Leben ist es ähnlich. Du gibst früh am Morgen während deines Gebetes oder deiner Meditation für einige Minuten ein wenig inneres Streben - deine zehn Cent. Dann wird dein spiritueller Meister augenblicklich so vieles für dich herabrufen: Frieden, Licht, Seligkeit, Freude und Wonne. Aber du musst während der fünf Minuten oder der halben Stunde deiner Morgenmeditation einen Funken inneren Strebens geben.
Gott wird dir niemals etwas schuldig bleiben. Du besitzt ein wenig Fähigkeit; du meditierst jeden Tag ein paar Minuten auf Gott. Sobald Er sieht, dass du in deiner Meditation regelmäßig bist, dass du aufrichtig und ernsthaft bist und das spirituelle Leben von ganzem Herzen angenommen hast, lässt Er Sein grenzenloses Mitleid in Form von Licht, Wonne und Frieden auf dich herab strömen.
Gib Gott daher, was du hast: deinen kindlichen Glauben und deinen inneren Ruf. Wenn du Ihm deinen inneren Ruf geben kannst und bedingungslos an Ihn glaubst, wird Selbsthingabe in deinem Leben inneren Strebens automatisch erblühen.

Könntest du uns bitte etwas über die Freude erzählen, die in der Selbsthingabe liegt?

Sri Chinmoy:
Wenn ein Sucher sich vollkommen Gottes Willen überantwortet hat, wird er Freude im Überfluss erhalten. Er wird Freude in seinem Herzen fühlen und er wird in beständiger Freude leben. Er wird sie nicht erklären oder verstehen können. Früh am Morgen, wenn er aufsteht, wird er ein sehr süßes Gefühl oder eine süße Empfindung verspüren. Wenn er eine Wand berührt, wird er Freude erhalten; wenn er einen Spiegel berührt, wird er auch Freude erhalten. Seine eigene Freude dringt in alles ein, was er sieht. Manchmal mag er sehen, dass eine solide Mauer voller Freude ist; ein Baum wird voller Freude sein. Wenn ein Taxi vorbeifährt, wird er intensive Freude im Taxifahrer sehen, sogar im Auto selbst. Seine innere Freude wird in jede Person, in jeden Gegenstand eintreten, und sie wird alles durchdringen.
Wenn vollkommene Selbsthingabe vorhanden ist, kann es keine Niederlage geben. Selbsthingabe bedeutet die größte Freude, die tiefste Freude, die seelenvollste Freude, selbst in einer so genannten Niederlage. Erfolg bringt die gleiche Freude. Wenn wir in irgendeiner Sache erfolgreich sind, schenkt uns dieser Erfolg sofort Freude. Auf ähnliche Weise werden wir in jedem Augenblick reine, ungetrübte Freude von der Höchsten Quelle erhalten, wenn unser inneres und äußeres Leben vom Licht der Selbsthingabe durchdrungen ist. Wenn wir diese Art spontaner innerer Freude erhalten, können wir fühlen, dass sie nur von unserer völligen Selbsthingabe an unseren Inneren Führer, an den Meister, an den Guru, an Gott herrührt.

Kannst du uns eine Geschichte über spirituelle Selbsthingabe erzählen?

Sri Chinmoy:
Indien ist das Land der Selbsthingabe. Diese Selbsthingabe ist keine blinde Unterwerfung, sondern vielmehr die Hingabe des eigenen begrenzten Selbstes an das unbegrenzte Selbst. In der Mahabharata gibt es eine Reihe von Geschichten, die von Selbsthingabe handeln. In allen liegt eine tiefe spirituelle Wahrheit. Lasst mich eine kurze, aber sehr inspirierende und aufschlussreiche Geschichte über Draupadi erzählen, die Königin der Pandavas. Während der böse Dhushasana erbarmungslos versuchte, sie zu entkleiden, betete sie zum Herrn, sie zu retten. Dabei hielt sie jedoch die ganze Zeit ihr Gewand mit den Fäusten fest. Ihre Selbsthingabe war nicht vollkommen, und ihr Gebet wurde nicht erhört. Dhushasana fuhr mit seinen Bemühungen fort, der unglückseligen Königin die Kleider vom Leib zu ziehen. Aber der Augenblick kam, wo die Königin ihre Kleider losließ und mit erhobenen Händen zum Herrn zu beten begann. „O Herr meines Herzens, o Fährmann meines Lebens, möge Dein Wille geschehen“, betete sie. Siehe da, die Kraft ihrer völligen Selbsthingabe! Gott brach Sein Schweigen. Seine Gnade strömte auf Draupadi herab. Als Dhushasana versuchte, ihr den Sari wegzuziehen, stellte er fest, dass er endlos war. Sein Stolz wurde in den Staub getreten.
Gottes allerfüllende Gnade kommt nur herab, wenn die bedingungslose Selbsthingabe des Menschen emporsteigt.

Sind der Selbsthingabe Grenzen gesetzt?

Sri Chinmoy:
Unserer Selbsthingabe sind keine Grenzen gesetzt. Je mehr wir uns selber hingeben, desto mehr haben wir hinzugeben. Gott hat uns Fähigkeit gegeben. Entsprechend unserer Fähigkeit verlangt Er Manifestation von uns. Manifestation über unsere Fähigkeit hinaus hat Gott niemals verlangt und wird Er auch niemals verlangen.
In der vollständigen und absoluten Selbsthingabe des Menschen liegt seine Verwirklichung: seine Verwirklichung des Selbst, seine Verwirklichung Gottes, des Unendlichen.

Besteht eine Beziehung zwischen der Selbsthingabe an Gott und dem Öffnen der Chakren?

Sri Chinmoy:
Es besteht keine direkte Beziehung zwischen der Selbsthingabe eines Suchers an Gott und seinem Fortschritt beim Öffnen der Chakren. Jemand mag sich Gott vollkommen hingeben, aber Gott mag oder braucht deswegen seine Chakren nicht zu öffnen. Die vollständige Öffnung der Chakren mag dem Sucher vielleicht einige okkulte Kräfte verleihen, aber das bedeutet nicht, dass seine Selbsthingabe an Gott stärker ist oder stärker wird, nur weil die Chakren geöffnet sind. Weit davon entfernt. Wenn die Hingabe an Gottes Willen nicht vollständig ist, dann sind die okkulten Kräfte, die du von der Öffnung der Chakren erhältst, ein wahrer Fluch anstatt ein begehrter Segen. Der Missbrauch okkulter Kräfte kann und wird den Sucher vom Weg abbringen. Wenn jemand die okkulte Kraft nicht im Einklang mit Gottes Willen gebraucht, sondern um die Aufmerksamkeit und Bewunderung der Welt auf sich zu ziehen, dann kannst du sicher sein, dass die Verwirklichung des Höchsten Absoluten für immer in weiter Ferne bleiben wird.

Ist Selbsthingabe etwas Passives?

Sri Chinmoy:
Es besteht ein großer Unterschied zwischen der Selbsthingabe aus Faulheit oder äußerster Hilflosigkeit und dynamischer Selbsthingabe, die von innerem Streben durchdrungen ist. Wenn wir aus Faulheit oder Hilflosigkeit sagen: „Ich ergebe mich. Ich will jetzt nichts mehr tun“, dann ist das nicht genug. Unsere Selbsthingabe muss dynamisch sein und beständig danach streben, in das Unendliche zu wachsen oder mit ihm zu verschmelzen.
Unsere Selbsthingabe muss bewusst und spontan sein. Wenn wir uns bewusst und spontan der unendlichen Wahrheit, dem Frieden, dem Licht und der Glückseligkeit hingeben, dann werden wir ein vollkommener Kanal für diese Eigenschaften, damit sie sich auf der Erde in und durch uns manifestieren können. Im Westen ist Selbsthingabe gründlich missverstanden worden. Hier wird Selbsthingabe als Unterwerfung unter etwas oder unter jemanden betrachtet. Sie wird als Verlust der Individualität, als Auslöschung der Individualität verstanden. Wie kann man dann noch ein vollkommener Kanal sein? Diese Betrachtungsweise spiritueller Selbsthingabe ist ein Irrtum. Wenn wir wirklich mit dem Unendlichen eins werden wollen, müssen wir in das Unendliche eintreten. Wenn wir in das Unendliche eintreten, verlieren wir unsere so genannte kleine Individualität nicht. Im Gegenteil, wir werden zum Unendlichen selbst. Durch die Kraft unseres Einsseins werden wir und das Unendliche unteilbar.

Könntest du bitte den Unterschied zwischen Abhängigkeit und Selbsthingabe erklären?

Sri Chinmoy:
In wahrer Selbsthingabe fühlen wir, dass sich unser dunkelster Teil unserem hellsten Teil überantwortet, dass sich unser unerleuchteter Teil unserem völlig erleuchteten Teil hingibt. Sagen wir einmal, dass sich meine Füße im Dunkeln befinden und mein Kopf im Licht ist. Meine Füße überantworten sich meinem Kopf, da sie sehr genau wissen, dass sowohl die Füße als auch der Kopf Teile ein und desselben Körpers sind. Das ist die Selbsthingabe des Einsseins. Man tritt in die Selbsthingabe ein im Wissen, dass der hellere Teil ebenfalls ein Teil von einem selbst ist.
Wir müssen wissen, um welche Art von Abhängigkeit es sich bei einem Sucher handelt. Manche Leute sind sehr schlau; sie hängen von einem spirituellen Meister oder von einer höheren Autorität ab, aber hinter ihrer Abhängigkeit steht eine bestimmte Absicht. Doch es gibt auch eine andere Art von Abhängigkeit: die Abhängigkeit eines Kindes. Ein unschuldiges Kind fühlt, dass sein Vater und seine Mutter alles für es tun werden. Es fühlt, dass es hilflos ist. Es hat die aufrichtige innere Überzeugung, dass es sich ohne die Hilfe seiner Mutter nicht einen Zentimeter weit bewegen oder irgendetwas tun kann, und so erhält es die Hilfe seiner Mutter.
Um wahre Abhängigkeit zu haben, muss man fühlen, dass man ohne die göttliche Gnade des Supreme hoffnungslos ist. Diese Art von Abhängigkeit hilft uns ungemein. Manche meiner Schüler haben das Gefühl, dass sie völlig verloren sind, wie Kinder in der Wüste, wenn sie mich auch nur einen Tag verlassen. Diejenigen, die das aufrichtig fühlen können, werden wirklichen Fortschritt machen. Sie sind abhängig, aber nicht wie Bettler. Sie sind abhängig vom höheren Licht. Wenn sie von mir abhängen, fühlen sie, dass sie im Grunde von etwas Höherem abhängen, das ein Teil von ihnen selbst ist.
Wenn wir einen freien Zugang zu dieser höheren Ebene haben und fühlen, dass diese höhere Ebene ebenfalls uns gehört, dann können wir natürlich von dieser höheren Ebene abhängen. In diesem Sinne ist Abhängigkeit gut. Auf der anderen Seite aber lügen die meisten, wenn sie sagen, dass sie vom Willen Gottes oder vom Willen des Meisters abhängen. Indem sie das sagen, versuchen sie nur, die Aufmerksamkeit anderer Schüler auf sich zu lenken. Sie sagen: „Oh, Guru hat gesagt, dass man das tun soll? Dann werden wir es tun.“ Dabei haben sie sich innerlich schon zweihundert Mal geweigert, es zu tun. Äußerlich mögen sie es zwar tun, aber mit größtem Unwillen. Diese Art von Abhängigkeit ist in keiner Weise gut.
Wenn deine Abhängigkeit absolut aufrichtig ist, wenn du fühlst, dass du ohne die Hilfe des Supreme nicht atmen kannst, dann ist dies Selbsthingabe. Wenn du einatmest, hängst du von deinem Lebensatem ab. Wenn dein Lebensatem verschwindet, existierst du nicht mehr. Wenn du genauso fühlen kannst, dass du völlig abhängig bist vom Willen des Supreme, der weitaus wichtiger ist als dein Lebensatem, dann ist diese Abhängigkeit wahre Selbsthingabe.

Ist die Errungenschaft vollständiger Selbsthingabe eine Garantie dafür, dass jemand in diesem Leben Selbst-Verwirklichung erlangen kann, oder spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle?

Sri Chinmoy:
Die Errungenschaft von Selbsthingabe allein garantiert nicht automatisch die Selbst-Verwirklichung in diesem Leben. Es gibt noch andere Faktoren, die dabei eine wichtige Rolle spielen. Um nur einige zu nennen: Gottes auserwählte Stunde, die Empfänglichkeit des Suchers in ihrem vollsten Maße und die vollständige Bereitschaft des gesamten Wesens sind notwendig, damit die Verwirklichung im Strebenden erwachen kann. Außerdem möchte ich, dass du weißt, was vollständige Selbsthingabe bedeutet. Sie bedeutet, dass die Selbsthingabe des Strebenden freudig, seelenvoll, spontan, bedingungslos und beständig ist – für immer und ewig.

Habe ich recht, wenn ich annehme, dass die Selbsthingabe der Verwirklichung notwendigerweise vorangehen muss, oder kann sie zum Zeitpunkt der ersten Erfahrung von Verwirklichung oder auch später auftreten?

Sri Chinmoy:
Du hast recht, wenn du sagst, dass Selbsthingabe der Verwirklichung vorausgehen muss. Das ist unvermeidlich. Aber was Verwirklichung und Erfahrung betrifft, so sind sie zwei völlig verschiedene Dinge. Verwirklichung ist Einssein mit dem Einssein selbst. Erfahrung ist höchstens ein momentanes oder begrenztes Gefühl von Einssein mit der höchsten Wahrheit. Daher kann man nicht von einer „Erfahrung der Verwirklichung“ sprechen. Verwirklichung ist keine Erfahrung; sie ist die Wirklichkeit selbst. Du kannst richtigerweise vom „Einssein der Verwirklichung im Verwirklichungs-Bewusstsein“ sprechen.

Wenn man sich einmal vollständig hingegeben hat, besteht dann noch die Möglichkeit des Zurückfallens oder wird die Kraft des inneren Strebens des Schülers und sein Einssein mit dem Bewusstsein des Gurus dieses verhindern?

Sri Chinmoy:
In einer meiner früheren Antworten habe ich dir erklärt, was vollständige Selbsthingabe bedeutet. Wenn die Selbsthingabe einmal diesen Grad vollkommener Vollkommenheit erreicht hat, kann es von Seiten des Schülers keine Möglichkeit des Zurückfallens mehr geben. Ein Schüler, der in seiner oder ihrer Selbsthingabe vollkommene Vollkommenheit erlangt, wird zweifellos der höchste Stolz des Gurus sein.

Da die Fähigkeit zur Selbsthingabe zu 99 Prozent von Gnade abhängt, habe ich für diese Gnade gebetet. Du sagst aber, dass Gebet eine niedere Form der Hingabe ist im Vergleich zur Meditation. Ist dieses Beten dann überhaupt der Mühe wert?

Sri Chinmoy:
Ich bin außerordentlich erfreut, dass du erkannt hast, dass die Fähigkeit der Selbsthingabe zu neunundneunzig Prozent von göttlicher Gnade abhängt. Für Gnade zu beten ist etwas sehr Gutes. Leider hat es jedoch ein kleines Missverständnis gegeben. Ich habe nicht gesagt, dass Gebet eine niedere Form der Hingabe ist im Vergleich zur Meditation. Was ich sagte, war, dass Gebet eine niedere Form inneren Strebens ist, und dass die Stufe der Meditation im spirituellen Leben bei weitem die höchste ist. Da du ergeben meditierst, tust du zweifellos das Richtige, wenn du auch betest. Selbstverständlich ist das, was du tust, auf jeden Fall der Mühe wert.

Wenn ich auf Selbsthingabe meditiere, werde ich manchmal von Tränen überwältigt. Ich meine, dass diese Tränen nicht von der Freude der Seele kommen, wie ich sie hin und wieder erfahren habe. Sind es nur Tränen der Frustration?

Sri Chinmoy:
Ich bin sicher, du weißt, dass die Seele ihre tiefste Dankbarkeit durch das physische Wesen ausdrückt, wenn sie ihre Freude durch Tränen zum Ausdruck bringt. Wie du weißt, kann es in der Freude der Seele keine Frustration geben. Dort erhältst du nur das Gefühl eines weiten und vollständigen Einsseins mit dem Höchsten aufgrund deiner Selbsthingabe. Was du manchmal während deines Gebetes und deiner Meditation fühlst, ist der unsichere Antrieb deines noch unbeherrschten emotionalen Vitalen. Da du bereits einige Male die Tränen der Freude deiner Seele erfahren hast, die eine Art göttliches Licht sind, kann die Frustration, die in deinem unerleuchteten emotionalen Vitalen liegt, nicht lange anhalten. Und wenn dein Gebet von Reinheit überflutet und deine Meditation von Leuchtkraft durchdrungen ist, dann kannst du selbst im Bereich des groben Vitalen anstelle von Frustration eine teilweise Wahrnehmung von psychischer Verwirklichung fühlen, von Wahrheit in Form spontaner Freude des Herzens. Die spontane Freude des Herzens kann dich leicht befähigen, auf völlige und integrale Selbsthingabe zu meditieren. Versuche bitte dein emotionales Vitales mit dem Licht deiner Seele zu erleuchten. Wenn das begrenzte emotionale Vitale einmal erleuchtet ist, taucht es in das grenzenlose Meer all-vollbringender und all-erfüllender Selbsthingabe ein.

Ich denke, dass wir selbst es wissen, ob sich unser Herz und unsere Seele hingegeben haben? Aber gibt es Wege, sicher zu wissen, ob unser vitales und physisches Wesen ihre Selbsthingabe vollzogen haben, außer dass es uns der Guru sagt?

Sri Chinmoy:
Man weiß nicht notwendigerweise immer mit Bestimmtheit, wenn sich das Herz und die Seele dem göttlichen Willen hingegeben haben. Es gibt viele Fälle, wo wir gesehen haben, dass der Strebende trotz der Selbsthingabe seines Herzens und seiner Seele an das Göttliche immer noch im Dunkeln tappt und mit der Ungewissheit spielt. Hier sehen wir die Notwendigkeit eines Gurus. Wenn der Guru sagt, dass sich dein Herz und deine Seele beide hingegeben haben, dann kannst du sicher sein, dass sie das auch wirklich getan haben.
Es gibt einen eindeutigen Weg zu erkennen, dass sich das vitale und physische Wesen hingegeben haben, und das ist durch die weiteste Ausdehnung und Vergrößerung des eigenen vitalen und physischen Wesens. Im beständigen Fluss der inneren Wonne und des äußeren, dynamischen und zuversichtlichen Dranges ruft man das Höchste an, damit es in das Niederste herabsteigt, und bringt so die Atmosphäre des Supreme in die Erdatmosphäre.

Einiges scheint darauf hinzudeuten, dass die unterschiedlichen Ebenen des Verstandes ein voneinander unabhängiges Verhältnis zur Selbsthingabe haben. Würdest du bitte erklären, wie dieses Verhältnis aussieht?

Sri Chinmoy:
Du weißt, dass es den physischen Verstand, den vitalen Verstand, den subtilen Verstand, den intellektuellen Verstand und den intuitiven Verstand gibt, die unabhängig sind von den unendlich viel höheren Stufen des Overmind und des Supermind usw.
Wenn du die verschiedenen Stufen des eigentlichen menschlichen Verstandes hingeben willst, so musst du jeder einzelnen Stufe, wie auch allen als Ganzem, mit deinem inneren Streben angemessene Bedeutung schenken. Du musst eine grundlegende und fundamentale Einung unter ihnen schaffen. Du musst fühlen, dass sie Blütenblätter einer Lotosblüte sind und der Lotos selbst dein eigenes strebendes Leben ist. Solange der Lotos nicht völlig dargebracht und erblüht ist, kann die Verwirklichung nicht vollständig sein und die Annahme des Inneren Führers wird nicht für die Ewigkeit sein.

Angst hält den Verstand davon ab, sich hinzugeben. Oft ist sie unbewusst und wirkt wie ein unsichtbarer Feind. Ich biete meine Angst täglich dem Supreme an, aber dieses Anerbieten hat ein Gefühl von Unwirklichkeit an sich.

Sri Chinmoy:
Ich bin froh, dass du spürst, dass Angst wie ein unsichtbarer Feind wirkt. Wenn du dir deines inneren Lebens und deiner tieferen Existenz stärker bewusst wirst, wirst du erkennen, dass Angst nicht nur ein sichtbarer, nackter Feind ist, sondern auch dein schlimmstmöglicher Gegner. Es ist absolut wahr, dass Angst den physischen Verstand von vollständiger Selbsthingabe zurückhält. Wenn ein spiritueller Meister dem Schüler sagt, dass er innere Angst hat, dann sollte der Schüler dem Meister vollkommenen Glauben schenken, auch wenn er das Vorhandensein dieser Angst nicht fühlen mag. Die Schau des Meisters ist immer fehlerlos. Der Meister hat es nicht nötig zu lügen. Er gewinnt nichts, wenn er einem Schüler sagt, dass tief in seinem Wesen tatsächlich Angst sitzt. Wenn der Strebende sich der Angst, dieses Übeltäters, nicht bewusst ist, so bedeutet das, dass er entweder in einem unterbewussten oder unbewussten Teil seines Wesens Freude erhält, wenn er sich mit der Angst identifiziert. An diesem Punkt kann der Meister sagen, falls er das will, dass der nicht strebende und unaufrichtige Teil des Schülers sich unbewusst mit der Angst verbündet, um das Licht daran zu hindern, von oben herabzukommen.
Du sagst, dass du dem Supreme jeden Tag deine Angst anerbietest. Das ist absolut notwendig, wunderbar und bewundernswert. Aber zu meiner Überraschung sagst du, dass dein Anerbieten das Gefühl von Unwirklichkeit an sich hat. Wenn du nur einmal wirklich glauben wolltest, dass der Supreme auf Erden existiert, um dein Anerbieten und deine unbewusst gehegte Angst anzunehmen, dann würde dein Gefühl von Unwirklichkeit verschwinden. Dank deiner unbedingten Aufrichtigkeit wird der Supreme dich fühlen lassen, dass du tatsächlich Angst hast.
Du möchtest wissen, wie du dieses unsichtbare Hindernis überwinden kannst. Ich sage dir, dass du alle Hindernisse auf deinem Weg zur Gott-Verwirklichung überwinden kannst, die sichtbaren wie die unsichtbaren, wenn du echten Glauben an die innere Inspiration, die äußere Fügung, die höhere Führung und die tiefere Weisheit des Meisters hast.

Wie beeinflusst Selbsthingabe die Wiedergeburt in unserer nächsten Inkarnation? Garantiert sie auf irgendeine Weise, dass wir in der Lage sein werden, dort anzuknüpfen, wo wir aufgehört haben, ohne Zeit zu verlieren, was ja so oft geschieht?

Sri Chinmoy:
Wenn die Selbsthingabe vollständig und dauerhaft ist, dann wird das Resultat dieser Selbsthingabe, das bewusste Einssein mit dem Göttlichen, den Strebenden in seiner nächsten Inkarnation in eine spirituelle Familie ersten Ranges bringen. Von Anfang an wird er von seinen Eltern spirituell inspiriert und genährt werden. Er wird keine siebzehn oder achtzehn Jahre warten müssen, um seinen physischen Verstand von seinem inneren spirituellen Durst zu überzeugen. Sein Leben wird von Geburt an ein Leben der Bewusstheit im Bereich der Spiritualität sein.
Ich sagte soeben, dass die Eltern das Kind inspirieren werden. Genauso wird das Kind, das göttliche Antlitz des Kindes, auch die Eltern inspirieren, in das Meer der Spiritualität zu tauchen.

Was geschieht, wenn ich bewusste Selbsthingabe an den Supreme im Meister vollziehe?

Sri Chinmoy:
Du wirst zu allem, was er hat und ist. Der winzige Tropfen taucht in den grenzenlosen Ozean ein und wird selbst zum Ozean. Diese Selbsthingabe ist die Selbsthingabe deines unerleuchteten Teiles an deinen höchsten Teil, der durch den Supreme in deinem spirituellen Meister verkörpert wird. In diesem Fall verkörpert dein Meister dein eigenes höchstes Selbst.
Eines Tages fuhren Sri Ramakrishna und zwei seiner sehr engen Schüler in einem Boot zu ihrem Ashram zurück. Die zwei Schüler und Sri Ramakrishna waren außerordentlich hungrig. Während sie noch im Boot saßen, bat Sri Ramakrishna einen von ihnen, ihm etwas Saft und Essen zu bringen. Als es der Schüler brachte, gab Ramakrishna den anderen nicht das Geringste davon ab. Er aß und trank alles alleine! Doch aufgrund ihrer Identifikation mit ihrem Meister, aufgrund ihres Einsseins mit ihm fühlten die zwei Schüler tatsächlich, dass ihr Hunger und ihr Durst gestillt waren. Sie hatten überhaupt keinen Hunger oder Durst mehr.
Wenn ein Schüler diese Art von innerem Einssein mit seinem Meister aufgebaut hat, wird er keine Erwartungen haben. Ein Kind erwartet nichts von seiner Mutter. Es weiß, dass seine Mutter ihm alles gegeben hat und auch weiterhin alles geben wird, denn es ist die Pflicht und Schuldigkeit der Mutter, sich um das Kind zu kümmern. Ähnlich ist es die Pflicht und Schuldigkeit deines spirituellen Meisters, dir ständig zu Diensten zu sein. Du dienst ihm mit deinem inneren Streben und deiner Widmung; er dient dir mit seiner Anteilnahme und seinem Mitleid. Du spielst deine Rolle durch inneres Streben. Er spielt seine Rolle durch seine Anteilnahme und sein Mitleid, welche dein Bewusstsein erheben.

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